Modernisierung für eine qualitativ hochstehende und wohnortsnahe Gesundheitsversorgung

Um die Gesundheitsversorgung der Schaffhauser Bevölkerung gemäss Auftrag des Kantons nachhaltig sicherzustellen und auf die Herausforderungen der Zukunft auszurichten, ist die Modernisierung der baulichen Infrastruktur notwendig. Dank der baulichen Erneuerung können die Spitäler Schaffhausen attraktive Arbeits- und Ausbildungsplätze anbieten und leisten einen Beitrag zur Standortattraktivität des Kantons. Im vergangenen Jahr wurden sowohl auf planerischer wie auch auf der Finanzierungsebene entscheidende Fortschritte erzielt.
Die Modernisierung der Spitäler Schaffhausern besteht aus den Teilprojekten Spital- Neubau, Parkhaus mit Energiezentrale, Sanierung des Altbaus (Y-Gebäude) sowie den Rückbau- und Umgebungsarbeiten. Zusätzlich ist ein Neubau für die stationäre Akutpsychiatrie auf dem Campus der Spitäler Schaffhausen vorgesehen. Die Überarbeitung des Spital-Neubaus, des zentralen Elements der Modernisierung, wurde im ersten Quartal 2024 abgeschlossen und vorgestellt: Die Geschossfläche wurde auf 27'000 m2 reduziert, ohne den Leistungsumfang zu beeinträchtigen. Der Neubau wird aus zwei verbundenen Gebäudeteilen bestehen, einem für Operationssäle, Intensivstation und Notfallzentrum sowie einem Teil für Bettenstationen und Ambulatorien. Alle Patientenzimmer sind flexibel als Ein- oder Zweibettzimmer nutzbar. Das moderne Gebäude ermöglicht effiziente und patientenzentrierte Abläufe, verbessert die Dienstleistungsqualität und ist baulich so flexibel, dass es auch auf sich ändernde zukünftige Anforderungen angepasst werden kann.

Externe Überprüfung gibt dem Spital-Neubau gute Noten

Im Auftrag des Regierungsrats hat die Firma H. Limacher Partner das Teilprojekt Spital- Neubau in einem unabhängigen Gutachten überprüft: Stimmen die Grundannahmen? Sind die Bevölkerungsentwicklung des Kantons – mehr ältere Menschen mit mehreren Krankheiten –, durchschnittlich kürzere Aufenthaltszeiten und zukünftige Entwicklungen wie etwa «ambulant vor stationär» adäquat berücksichtigt? Stimmt die angedachte Kapazität, und ist das Projekt auf Kurs? Das unabhängige Gutachten erteilte dem Projekt Ende 2024 gute Noten und bestätigt, dass der Spital-Neubau die richtige Grösse hat. Die nächsten Schritte sind die Einreichung der Baugesuche für die Teilprojekte Parkhaus mit Energiezentrale und Spital-Neubau sowie die Ausschreibungen.

Regierungsrat steht hinter den Spitälern Schaffhausen

Um eine wirtschaftlich tragbare Finanzierung sicherzustellen und im Auftrag der Regierung, haben die Spitäler Schaffhausen im Jahr 2024 sämtliche Kosten, die im Zusammenhang mit der baulichen Erneuerung anfallen, ermittelt und detailliert überprüft. Die Gesamtanlagekosten der baulichen Erneuerung belaufen sich auf rund 330 Millionen Franken (Kostenbasis 04/2024), wobei der Neubau für die Akutpsychiatrie in diesen Kosten nicht enthalten ist; dafür wird es eine separate Finanzierungsvorlage geben.

Die Spitäler Schaffhausen können rund die Hälfte der bis 2034 anfallenden Investitionskosten aus eigener Kraft stemmen. Aufgrund der zu tiefen Tarife und der Teuerung braucht es aber auch eine finanzielle Unterstützung des Kantons als Eigner und Bankkredite. Die Spitäler Schaffhausen haben dem Regierungsrat einen entsprechenden Finanzierungsvorschlag als Grundlage für den Gegenvorschlag zur Spitalinitiative der SP unterbreitet. Im Dezember 2024 entschied der Regierungsrat über die Eckwerte des Gegenvorschlags, und zwei Monate später legte er den Gegenvorschlag mit Bericht und Antrag dem Kantonsrat vor.

Der Gegenvorschlag zur Spitalinitiative sieht eine Einlage des Kantons von 70 Millionen Franken in die Eigenkapitalreserven der Spitäler Schaffhausen vor sowie die Möglichkeit von nachrangigen und rückzahlbaren Darlehen in der Höhe von maximal 60 Millionen Franken. Zusammen mit den Eigenmitteln des Spitals und Bankkrediten kann so sichergestellt werden, dass die bauliche Erneuerung nachhaltig finanziert ist und das Projekt den Spitälern und dem Kanton Schaffhausen nicht in ein paar Jahren auf die Füsse fällt, weil während des Baus das Geld ausgeht.

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